Dienstag, 15.06.2021 21:13 Uhr

Was wird mit unserem Trinkwasser?

Verantwortlicher Autor: Peter Schlusnus Herdecke, 09.12.2020, 17:36 Uhr
Presse-Ressort von: Peter Schlusnus Bericht 6708x gelesen

Herdecke [ENA] Trinkwasser war doch immer genug vorhanden, nun soll es knapp werden? Die Talsperren in NRW schlagen zwar keinen Alarm, doch die Wasserstandsmeldungen sind nicht erfreulich. Die Wasserreservate sind nicht gut gefüllt, so wie der Verbraucher es aus der Vergangenheit her gewohnt war. Nur knapp zur Hälfte sind die Möhne und Sorpe und andere Talsperren gefüllt. Was kommt da auf uns zu?

Betrachten wir mal die Wasserwirtschaft in NRW, welche z.B. von Seiten des Ruhrverbandes, der eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, verantwortet wird. Kurz in die Geschichte. Der Ruhrverband blickt auf eine knapp hundertjährige wasserwirtschaftliche Praxis zurück. Im Jahre 1913 begründeten preußische Sondergesetze den früheren Ruhrverband und den früheren Ruhrtalsperrenverein. Der Ruhrtalsperrenverein existierte bereits von 1898 bis 1913 als privatrechtlicher Verein. Mit der Neufassung des Ruhrverbandsgesetzes wurden am 1. Juli 1990 beide Wasserverbände zum heutigen Ruhrverband vereinigt. Der Verband verwaltet sich selbst, steht jedoch unter der Rechtsaufsicht des Landes Nordrhein-Westfalen.

Diese Aufsicht nimmt das Ministerium für Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wahr. Der Ruhrverband verbreitet jüngst seine Nachricht zur Situation der Füllstände der Talsperren wie folgt: „Der Füllungsstand der Talsperren liegt heute, am 06.12.2020, um 7 Uhr bei 56,6 %, Tendenz, leichtfallend. Der Gesamtzufluss zu den Talsperren beträgt heute um 8 Uhr 6 m³/s. Die Gesamtabgabe der Talsperren beträgt 7,7 m³/s. Die Abflüsse im Einzugsgebiet der Ruhr liegen weiterhin im Niedrigwasserbereich. Mit einer durchgreifenden Änderung der Abflusssituation ist nicht zu rechnen.“

Hier ist deutlich zu erkennen, wie die Wassersituation sich z.Z. darstellt und wie sie sich weiterentwickelt, nämlich nicht gut für die Wasserstände in den Stauseen und Flüssen. Aber auch die Grundwasserstände sind vom fehlenden Wasser in Form von fehlendem Regen betroffen. Grundwasser füllt sich nicht so schnell auf, wie es notwendig wäre, es fehlt nach den Dürrejahren einfach der Wassereintrag von oben. Wir nehmen diese Nachricht zu Kenntnis und gehen zur Tagesordnung über, denn Wasser ist ja noch genug vorhanden, meinen wir. Doch was ist, wenn es bei diesen mageren Regenfällen bleibt und das auch im nächsten Jahr. Die Wasserstände fallen mehr und mehr und wir verharren im Glauben, es hat ja noch immer genug geregnet!

Doch mit dem fortschreitenden Klimawandel bin ich mir da nicht mehr so sicher, dass wir in den gemäßigten Zonen Mittel- und Nordeuropas auch weiterhin mit Regenfällen in ausreichenden Mengen rechnen können, welche das vorhandene Defizit an Wasser schnell wieder ausgleichen. Der DVGW fordert nach den anhaltenden heißen Sommern nicht ohne Grund, dass Veränderungen in der Wasserwirtschaft erfolgen müssen. „Trinkwassergüte, Versorgungssicherheit, Netzbeschaffenheit – in all diesen Kategorien nimmt Deutschland im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz ein. Die Leistungsfähigkeit der Branche zeigt sich nicht zuletzt darin, dass auch bei Extremereignissen die Versorgungssicherheit durchgängig gewährleistet bleibt.

Für die Verbraucher hatten weder das Hochwasser 2002 noch der Jahrhundertsommer 2003 spürbare Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Trinkwasser. Doch das Dürrejahr 2018 stellt einen Wendepunkt dar, denn die zu erwartende Häufung extremer Wetterereignisse macht es vonnöten, die Wasserinfrastrukturen mithilfe regionaler Zukunftsbilder auf den Klimawandel einzustellen Zudem muss es bundesweit verpflichtend sein, regionale Handlungsrichtlinien und Notfallpläne auszuarbeiten, um in zeitkritischen Notfallsituationen angemessen reagieren zu können.“ Soweit der DVGW (Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW). Hier macht man sich ja nicht ohne Not Sorgen um die Wasserversorgung der Zukunft, oder? Ich glaube, hier muss man kein allzu gro

Der Wasserverbrauch muss rückläufig werden, und zwar nachhaltig auf allen Gebieten, sei es im privaten Bereich, als auch in der Industrie und Landwirtschaft. Es soll hier keine Aufzählung stattfinden von Verbrauchern, die den meisten Wasserverbrauch verursachen, alle Wasserverbraucher sind damit angesprochen sich einem niedrigeren Wasserverbrauch zu verpflichten. In den jetzigen CORONA Zeiten wird das „Wassereinsparen“ aber sehr erschwert, denn der Wasserverbrauch im privaten Bereich steigt erheblich an, nicht nur aber auch durch ständiges Händewaschen und den Einsatz von Spülmaschinen und Waschmaschinen.

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